Es ist ein Problem, das viele Eltern kennen: Das Kind muss zum Zahnarzt, und zwar regelmäßig – sperrt sich aber meist schon, wenn es nur das Wort vernimmt. Die Ängste von Kindern vor dem Zahnarzt sind oft komplex und vielschichtig. In vielen Fällen können Eltern sie aber gezielt angehen und gegebenenfalls überwinden. Dieser Text zeigt, wie das funktionieren kann.
Medikation oder Konfrontation?
Manchmal ist die kindliche Angst vor dem Zahnarzt so stark, dass das Kind schon bei der bloßen Erwähnung des Wortes Weinkrämpfe kriegt und kaum das Haus verlassen will. Manchmal realisieren Kinder die Situation sogar erst vor Ort und fangen an zu schreien, wenn der behandelnde Arzt gerade mit der Behandlung beginnen will. Speziell auf Angstpatienten spezialisierte Zahnärzte wie der Zahnarzt Dr. Frank Seidel können dabei helfen, Kindern die Angst vor dem Zahnarzt mittels einer sanften Medikation zu nehmen.
Sie verfügen über eine Auswahl verschiedener Beruhigungsmittel, die unter Umständen auch für Kinder geeignet sind. Das Kind befindet sich dann während der Behandlung in einem leichten Dämmerschlaf und empfindet die Situation nicht mehr als so bedrohlich. Sollten die Angst sehr groß und die Reaktionen auf den Zahnarztbesuch sehr heftig sein, kann sich unter Umständen auch eine Vollnarkose während der Behandlung anbieten.
Insbesondere bei Behandlungen, die tatsächlich und unausweichlich mit Schmerzen verbunden sind, bietet sich das sogar an. Gerade in jungen Jahren manifestieren sich durch solche schmerzhaften, traumatischen Erfahrungen oft Ängste, die bis weit ins Erwachsenenalter bleiben können.
Beruhigung und Belohnung
Falls die Angst vor dem Zahnarzt noch nicht so manifest ist, lohnt es sich, das Kind mit Gesprächen auf die Zahnarztbesuche sanft einzustimmen. Das Schlüsselwort lautet hier: Erwartung! Kinder haben Angst vor Dingen, wenn sie Schlimmes erwarten, in der Regel Schmerzen. Sie freuen sich wiederum auf Dinge, wenn sie eine Belohnung erwarten können. Eltern sollten deswegen schon recht zeitig damit anfangen, ängstlichen Kindern eine Belohnung zu versprechen, wenn sie sich beim Zahnarzt ruhig verhalten.
Gute Kinderzahnärzte bauen einen Belohnungs-Stimulus auch gleich in ihre Praxis und Therapie mit ein. Sie erzählen den Kindern die Einzelheiten der Behandlung und geben ihnen anschießend ein Spielzeug oder eine (zuckerfreie) Süßigkeit. Das Kind fängt auf diese Art und Weise an, sich auf den Zahnarztbesuch zu freuen. Freundliches Personal mit einer kindgerechten Ansprache kann diesen Effekt noch zusätzlich verstärken.
Aber Achtung: Auf keinen Fall sollten Eltern falsche Versprechungen machen. Wenn die Behandlung anstrengend oder sogar schmerzhaft werden könnte, dann sollte das auch so kommuniziert werden – selbst wenn es dem Kind zunächst Angst macht. Eine leichte Angst ist verschmerzbar, aber einmal zerstörtes Vertrauen lässt sich nur äußerst schwer wieder aufbauen.