Zähneknirschen (Bruxismus) bei Kindern: Was kann man tun?

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Dass Kinder im Schlaf mit den Zähnen knirschen, ist ein weit verbreitetes Phänomen, das sehr viele unterschiedliche Ursachen haben kann. Leider ist das Knirschen nicht so harmlos, wie es scheint, denn so kann sich schon in jungen Jahren ein Abrieb des Zahnschmelzes, die sogenannte Zahnabrasion, einstellen. Dieser Artikel zeigt, was man gegen Bruxismus bei Kindern tun kann.

Woher kommt das Zähneknirschen bei Kindern?

Zähneknirschen ist in vielen Fällen ein Symptom für Stress. Der Kaumuskel steht im engen Zusammenhang mit dem zentralen Nervensystem des Körpers. Daher werden über den Kiefer sehr oft psychische Probleme „kompensiert“. Menschen, die nachts mit den Zähnen knirschen, tun das, weil sie Reize des Tages verarbeiten. Stehen sie unter starkem Stress, setzt sich dabei eventuell der Kaumuskel in Bewegung. Menschen, die tagsüber stark unter Stress stehen, beißen auch durchaus tagsüber auf den Zähnen herum und merken es vielleicht nicht einmal. Tatsächlich gibt es recht viele machen, die mehr oder minder schwer nachts mit den Zähnen knirschen und es nicht direkt merken, sondern zuweilen eher über Kieferkrämpfe und/oder Kopfschmerzen klagen, die sie sich nicht erklären können.

Bei Kindern ist der Bruxismus nicht so häufig und sollte daher sehr ernst genommen werden. Fällt den Eltern auf, dass das Kind im Schlaf mit den Zähnen knirscht, sollten sie zuerst die unmittelbare Umgebung betrachten: Liegt das Kind gut im Bett, bewegt es sich stark, schwitzt es viel? Schon kleine Änderungen an der Schlafumgebung können einen positiven Einfluss auf den Schlaf haben und das Zähneknirschen reduzieren. Ein Matratzenschutz von procave kann beispielsweise bereits genügen, um das Schlafklima zu verbessern. Matratzenschoner absorbieren Feuchtigkeit und erlauben gleichzeitig eine besser Zirkulation der Luft. Das Kind schläft dadurch in einer angenehmeren Umgebung und fühlt sich des Nachts weniger unbewusst gestresst.

Woher kann Stress bei Kindern kommen?

In unserer heutigen Zeit ist es nicht selten, dass Kinder unter starken Stresseinwirkungen stehen. Die viele Reize, denen sie tagsüber ausgesetzt sind, müssen sie nachts verarbeiten. Das geschieht auf unterschiedlichen Wegen und ist beinahe unvermeidlich. Die meisten Kinder träumen sehr stark, können sich aber bei einem gesunden Schlaf an ihren Traum am nächsten Morgen kaum noch erinnern. Trotzdem durchleben sie vieles in der Nacht, treten vielleicht mit den Füßen oder machen sogar Geräusche. All das sind keine besonders auffälligen Symptome sondern vielmehr ein Zeichen dafür, dass das Kind mit einer funktionalen Psyche im Schlaf die Erlebnisse des Tages verarbeitet.

Zähneknirschen hingegen ist in den allermeisten Fällen ein Warnsignal: Hier wird Stress auf eine ungesunde Art und Weise verarbeitet, die man eindämmen sollte, bevor sie chronisch wird. Viele Eltern greifen daher auf Zahnschienen zurück, die zumindest den starken Abrieb eindämmen. Das ist allerdings keine langfristige Lösung für das Problem. Vielmehr sollten sie sich auf die Suche nach den Ursachen für den Stress begeben. Hat das Kind Ärger in der Schule oder im Kindergarten? Verhält es sich auffällig still, spricht wenig? Da Kinder sich selbst noch nicht allzu gut reflektieren können, ist es oftmals schwierig, ihre unterbewussten Ängste zu finden. Findet sich keine Lösung, kann ein Kinderpsychotherapeut in Erwägung gezogen werden.

 

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